54. Spielzeit | 2020/2021
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Peter Simonischek * Foto: Xenia Hausner
Peter Simonischek & Die Österreichischen Salonisten
Die Legende vom heiligen Trinker
Novelle von Joseph Roth (1894–1939)
 
Dramaturgie: Jan David Schmitz
Musik u.a. von Edith Piaf, Erik Satie, Charlie Chaplin, Nino Rota, Alain Romains, Ernesto und Nazareth, arrangiert von Gerrit Wunder
Peter Gillmayr (1. Violine)
Kathrin Lenzenweger (2. Violine)
Judith Bik (Violoncello)
Roland Wiesinger (Kontrabass)
Josef Peppone Ortner (Klarinette & Saxophon)
Wieland Nordmeyer (Klavier)
 


Der österreichische Schriftsteller und Journalist Joseph Roth war zweifellos ein ebenso feinsinniger wie scharfzüngiger Chronist seines Heimatlandes in Zeiten des politischen und gesellschaftlichen Umbruchs.

Durchaus kritisch und sarkastisch schildert Joseph Roth in seinen Werken den Untergang der Habsburger Monarchie, deren zur idyllischen Heimat verklärtem Bild er gleichzeitig mit Wehmut gedenkt. Nach seiner Emigration am Tag der Ernennung Adolf Hitlers zum Reichskanzler – welchen Roth in einem Brief an Stefan Zweig prophetisch mit den Worten »die Hölle regiert« kommentierte – verbrachte er die letzten sechs Jahre seines Lebens, von einigen längeren Reisen abgesehen, in Paris. Die Idee zu der Geschichte soll Roth im Pariser Café Tournon gekommen sein, als man ihm die Anekdote eines Clochards erzählt, der die erhaltene Geldspende später in der Kirche wieder abzugeben versprach; Roths Reaktion hierauf: »Daraus werde ich eine Geschichte machen. Sie wird meine letzte sein!« Die fabulöse Erzählung, deren »vollkommene, vollendete Prosa« der Literaturpapst Marcel Reich-Ranicki zeitlebens bewunderte, stellt in ihrer bis zuletzt unaufgelösten Zwiespältigkeit ein kunstvolles Spiegelbild ihres Autors dar, der eine ihn am Bistrotisch zeigende Zeichnung seiner Freundin Mies Blomsma im November 1938 mit den Worten unterschrieb: »Das bin ich wirklich – böse, besoffen, aber gescheit!«


Peter Simonischek, Träger des Europäischen Filmpreises in Gold und des Deutschen Filmpreises als bester Schauspieler für »Toni Erdmann«, Grimmepreisträger und Burgschauspieler, war 91-mal in Salzburg als »Jedermann« zu erleben. Er war lange Jahre Ensemblemitglied der Berliner Schaubühne und spielte zwischen 1995 und 2018 insgesamt 432 Vorstellungen gemeinsam mit Udo Samel und Gerd Wameling in der deutschsprachigen Erstaufführung von Yasmina Rezas Satire »Kunst«. Die Östereichischen Salonisten widmen sich seit 2005 der Salonmusik, wie man sie früher in den feinen Kaffeehäusern und Tanzsalons hören konnte. Sentimentale Tangos & Milongas, feurige Czardas und Paso dobles, Balkanmusik, schwungvolle Walzer, Musette, Filmmusik, Latin Jazz und alte Schlager lassen, gepaart mit Spielwitz und mitreißender Virtuosität, dieses Genre wieder aufleben.
 
 
 
 
 
Dienstag, 09.03.2021 | 19.30 Uhr  
Freier Verkauf

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Mittwoch, 10.03.2021 | 19.30 Uhr  
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