54. Spielzeit | 2020/2021
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Foto: Karel Kühne
Konzert
Lieder und Couplets von Narren und Propheten
Georg Nigl (Bariton)
Martina Gedeck (Rezitation)
Elena Bashkirova (Klavier)
 
Dramaturgie: Gerhard Ahrens
 


»Ohne Musik wäre das Leben ein Irrtum«, sagte Friedrich Nietzsche. Seit Menschengedenken erfassen Dichter und Komponisten mit ihren Werken Augenblicke des Daseins mit all ihren Schrecken und Abgründen und entwerfen Gegenwelten zur real existierenden Welt. Mit dem Zauber der Kunst erhaschen sie zwar einen Abglanz vom Paradies, wenden aber nicht den Blick von der Gegenwart und der beladenen Vergangenheit ab. So auch das vorliegende Programm, das den Humor nicht aus-, aber auch die sogenannten ernsten und »schönen« Stellen mit einschließt.

Georg Nigl begeistert Publikum und Presse stets durch leidenschaftliche und authentische Auftritte, sei es bei seinem gefeierten »Wozzeck« an der Mailänder Scala, bei Rihms »Lenz« in Brüssel und Berlin oder seiner Interpretation der Bach-Kantaten mit Luca Pianca. Seine tiefgründige und umfassende Auseinandersetzung mit allen aufgeführten Werken, seine enge Verbundenheit mit dem Sprechtheater und die damit einhergehende Gewichtung von Text und Rhetorik sowie seine ausdrucksstarken darstellerischen Fähigkeiten auf der Bühne machen Georg Nigl zu einem der am meisten gefeierten Baritone weltweit.

Für die Pianistin Elena Bashkirova sind die verschiedenen Facetten ihres künstlerischen Lebens – Orchesterwerke, Kammermusik, Rezital, Liedbegleitung, Programmgestaltung – gleichermaßen bedeutend, mehr noch erlebt sie hier eine ständige gegenseitige Inspiration. Sie setzt sich mit dem klassisch-romantischen Repertoire ebenso wie mit der Musik des 20. Jahrhunderts auseinander, wobei ihr musikalisches Schaffen starke Prägung durch die Arbeit und den Austausch mit Künstlern wie Pierre Boulez, Sergiu Celibidache, Christoph von Dohnanyi und Michael Gielen erhielt. Heute verbindet sie eine langjährige Zusammenarbeit mit Dirigenten wie Lawrence Foster, Karl-Heinz Steffens, Ivor Bolton, Manfred Honeck oder Antonello Manacorda.

Wenn Selbstbewusstsein das Wesen der Frauen ist, die Martina Gedeck auf der Bühne oder im Film gespielt hat, dann ist es ein zögerliches, ein nachdenkliches, ein sehr verletzliches Selbstbewusstsein. Immer ist zu spüren, dass diese Figuren nicht »fertig« sind, dass sie um sich und ihren Weg ringen, dass sie sich durchsetzen wollen, gegen alle Hindernisse. Dem Zuschauer kommen sie durch ihre Natürlichkeit nahe, sie erwecken Vertrauen, sie bewegen sich im Alltäglichen mit Tapferkeit und Trotz, mit einer Leidenschaft, die anrührend und aufrüttelnd ist. So wenig Gedeck sich festlegen lässt, so sehr bleibt sie sich treu. Sie will Lebensnähe, sie will mit ihren Figuren zeigen, was dem Menschen aufgegeben ist und wie er in unserer Welt bestehen kann – sei es auf der Leinwand, der Theaterbühne oder in ausgewählten Musikprojekten.


 
 
 
 
 
Sonntag, 07.02.2021 | 19.30 Uhr  
Freier Verkauf

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