53. Spielzeit | 2019/2020
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Foto: Sandra Then
Düsseldorfer Schauspielhaus
Der zerbrochne Krug
Lustspiel von Heinrich von Kleist (1777–1811)
 
Inszenierung: Laura Linnenbaum
Bühne: Valentin Baumeister
Kostüm: Ulrike Obermüller
Musik: Justus Wilcken
mit Florian Lange, Andreas Grothgar, Rainer Philippi, Michaela Steiger, Cennet Rüya Voß, Stefan Gorski, Markus Danzeisen
 
Uraufführung am Hoftheater Weimar am 02. März 1808
Premiere im Düsseldorfer Schauspielhaus (Central) am 08. November 2018

»Regisseurin Laura Linnenbaum macht in Düsseldorf aus Heinrich von Kleists berühmtem Lustspiel ein Lehrstück über Missbrauch. (...) Und Cennet Rüya Voß spielt das ergreifend: die Verzweiflung und Ohnmacht des Opfers. (...) Am Düsseldorfer Schauspielhaus hat Laura Linnenbaum aus Kleists vielschichtigem Lustspiel (...) ein bitteres Lehrstück zur MeToo-Debatte gemacht – ohne der Gerichts-Farce die mal deftige, mal hintersinnige Komik zu nehmen.«
Rheinische Post am 09.11.2018

Nachdem nachts in Eves Zimmer ein Krug zu Bruch gegangen ist, wird am nächsten Morgen vor Gericht weit mehr verhandelt als bloß Keramik. Eves Mutter verlangt, den Bräutigam zur Rechenschaft zu ziehen, Ruprecht aber will die Verlobung lösen – denn er war’s nicht, der den Krug zerbrochen hat. Wer tatsächlich in der Kammer war, darüber schweigt sich Eve aus. Kleists Lustspiel über das Corpus Delicti eines zerbrochenen Kruges gehört seit mehr als 200 Jahren zum Kernrepertoire des deutschsprachigen Theaters, es dürfte also niemanden überraschen, dass der Dorfrichter Adam, der über dem seltsamen Fall zu Gericht sitzt, der gesuchte »Krugzertrümmerer« ist. Wie Adam in »Der zerbrochne Krug« versucht, seinen Kopf aus der Schlinge zu ziehen, und sich dabei an den Galgen lügt, das ist die eine Seite. Die andere ist höchst aktuell. Denn der Machtmissbrauch des Richters reicht von Urkundenfälschung über Vetternwirtschaft und Erpressung bis zu sexueller Nötigung. Es ist nicht nur die Geschichte des unrechten Adam, sondern ebenso die einer ganzen Gesellschaft, die eine fragwürdige Autorität stützt, statt Eve zuzuhören.


Die junge Regisseurin Laura Linnenbaum, geboren in Nürnberg, inszenierte bereits u.a. am Deutschen Nationaltheater Weimar, am Thalia Theater Hamburg, am Schauspiel Frankfurt, am Theater Bonn, am Staatstheater Kassel und am Berliner Ensemble. Sie ist außerdem Kuratorin und künstlerische Leiterin des Festivals »Unentdeckte Nachbarn« in Chemnitz, das mit dem Chemnitzer Friedenspreis und dem Sächsischen Förderpreis für Demokratie ausgezeichnet wurde. Ihre Inszenierung von Igor Bauersimas »norway.today« für das Theater Schloss Maßbach war 2014 im Theater der Stadt Schweinfurt und bei den Bayerischen Theatertagen zu sehen. 2017 wurde sie für die Uraufführung von Ibrahim Amirs »Homohalal« am Staatsschauspiel Dresden in der Fachzeitschrift Theater heute als Regisseurin des Jahres nominiert. Ihre Inszenierung war außerdem zu den 43. Mülheimer Theatertagen eingeladen.
 
 
Foto: Sandra Then
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