53. Spielzeit | 2019/2020
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Foto: Patrick Pfeiffer
Uraufführungsinszenierung
Württembergische Landesbühne Esslingen
Der Trafikant
von Robert Seethaler (geb. 1966)
 
Inszenierung: Hans-Ulrich Becker
Bühne & Kostüme: Frank Chamier
Bühnenmusik & Komposition: Steffen Moddrow
Dramaturgie: Michaela Stolte
mit Felix Jeiter, Sabine Bräuning, Martin Theuer, Peter Kaghanovitch, Nina Mohr, Antonio Lallo, Frank Ehrhardt, Ursula Berlinghof sowie Steffen Moddrow/Andrew Zbik (Musiker)
 
Uraufführungs-Premiere an der WLB in Esslingen am 20. Oktober 2016

In der Premierenkritik der Stuttgarter Nachrichten war zu lesen: »Der österreichische Autor Robert Seethaler hat in seinem gleichnamigen Erfolgsroman dem Trafikanten ein literarisches Denkmal gesetzt: lakonisch und humorvoll, ohne Pathos und doch von großer Wucht. (...) Die Transkription ist ihm voll und ganz geglückt. Wer das Buch mag, der sollte sich unbedingt auch dieses Stück ansehen. Die Balance zwischen Leichtigkeit und Schwere, die Kunst, eine Biografie in Zeitgeschichte einzubetten und dabei sowohl dem Einzelnen als auch dem großen Ganzen gerecht zu werden, das ist Seethaler auch in der dramatisierten Version gelungen.«
Dorothee Schöpfer, 21.10.2016

Robert Seethalers Roman »Der Trafikant« wurde nach seinem Erscheinen im Jahr 2012 von Kritik und Publikum gleichermaßen gefeiert. Für die Württembergische Landesbühne Esslingen (WLB) hat Seethaler selbst die Dramatisierung geschrieben. Ein Schlagwerker und Musiker wird die Inszenierung live mit einem Soundteppich unterlegen, der eine flirrende Atmosphäre zwischen Traum und Realität erzeugt.


Nußdorf am Attersee, eine kleine Idylle in Oberösterreich. Hier erblickt 1920 Franz Huchel das Licht der Welt, wenige Tage nachdem sein Vater von einer morschen Eiche erschlagen wurde. 17 Jahre später gibt ein weiterer Todesfall dem Leben des jungen Mannes eine neue Richtung: Der Liebhaber seiner Mutter wird vom Blitz getroffen. Fortan ist es mit der finanziellen Unterstützung für Witwe Huchel und Franz vorbei. Es bleibt nur ein Ausweg: Die Mutter schickt den Sohn in die große Stadt Wien, wo ihr Otto Trsnjek, ein alter Freund, noch einen Gefallen schuldet und Franz in seiner Trafik für Tabakwaren und Zeitungen anstellt. Der Kriegsveteran verdonnert den unbedarften Jungen zur Zeitungslektüre, denn »keine Zeitung zu lesen hieße, kein Trafikant zu sein, wenn nicht gar: kein Mensch zu sein.« Zu den Stammkunden der Trafik gehört auch Sigmund Freud, der »Deppendoktor«, wie Franz erstaunt feststellt. Zwischen den beiden entwickelt sich eine ungewöhnliche Freundschaft, die Franz sehr gelegen kommt. Im Prater verliebt er sich in Anezka, eine Böhmin mit »der schönsten Zahnlücke der Welt.« Da schadet es nicht, jemanden an seiner Seite zu haben, der sich mit der Psyche des Menschen etwas auskennt. All das passiert inmitten politischer Katastrophen. Im März 1938 wird Österreich an das Deutsche Reich »angeschlossen«. Nichts ist wie vorher und Franz muss schnell erwachsen werden...
 
 
Foto: Patrick Pfeiffer
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Mittwoch, 13.05.2020 | 19.30 Uhr  
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Donnerstag, 14.05.2020 | 19.30 Uhr  
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