53. Spielzeit | 2019/2020
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Martin Stadtfeld | Foto: Henning Ross - Sony Classical
Konzert
Klavierrezital Martin Stadtfeld
 
 
Johann Sebastian Bach
Ein Kanon aus dem Musikalischen Opfer

Martin Stadtfeld
Hommage an Bach – 12 Stücke für Klavier

Franz Schubert
Sonate B-Dur D 960

Johann Sebastian Bach
Chaconne aus der Partita d-moll BWV 1004

»Musik wirkt sehr unmittelbar auf uns Menschen. Einfache Harmonien können in jedem von uns etwas auslösen. Daher steht Musik für Menschlichkeit, für universelle Gefühle wie Trost, Hoffnung – und auch eine ständige Auseinandersetzung mit uns selbst.«
Martin Stadtfeld

Begonnen hat die Laufbahn von Martin Stadtfeld mit einem Klavier vom Räumungsverkauf. Schon mit sieben Jahren steht sein Berufswunsch fest: Konzertpianist. Früh erkundet er die Regeln und Geheimnisse von Kontrapunkt und Harmonielehre; als Jungstudent kommt er in Frankfurt in die Klasse von Lev Natochenny. Es beginnt die Zeit, in der Stadtfeld bei Wettbewerben für Furore sorgt, er gewinnt Preise in Paris, in Bozen – und in Leipzig. Den dortigen Bach-Wettbewerb kann Martin Stadtfeld im Jahr 2002 als Gewinner des ersten Preises für sich entscheiden.


Es ist dies eine Auszeichnung mit Symbol-Charakter. Denn die Musik von Johann Sebastian Bach ist für den Pianisten wie das Cape Canaveral der Musik. Von hier aus führen alle Wege in den Kosmos der Musikgeschichte. Kein Wunder also, dass Stadtfelds erste CD-Aufnahme wie eine Rakete zündet: Ausgerechnet mit einem der heikelsten Werke der gesamten Klavierliteratur, mit Bachs »Goldberg-Variationen«, beginnt der 22-jährige Pianist seine Studio-Karriere. Wie einst Glenn Gould – noch dazu beim selben Label. Das Presse-Echo ist weltweit groß und inzwischen ist Stadtfeld heimisch auf den berühmten Konzertpodien der Welt und Gast bei den großen Orchestern und Festivals. Doch der Erfolg hat ihn nicht in ein Korsett wachsen lassen, geschnürt von den Gesetzen des Marktes, vielmehr hat er sich seine Unverkrampftheit bewahrt, ob beim Üben im heimischen Klavier-Studio mitten im Ruhrgebiet, bei der Zusammenstellung von beziehungsreichen Konzertprogrammen oder beim Komponieren eigener Werke. Das Heranführen von Kindern und Jugendlichen an die klassische Musik ist für Martin Stadtfeld eine Herzensangelegenheit: »Die klassische Musik ist aus der Mitte der Gesellschaft an den Rand gedrängt worden. Wenn man Kinder befragt, was sie hören, so ist das ganz selbstverständlich Pop-Musik. Selbstverständlich deswegen, weil vielfach schon ihre Eltern und auch Großeltern in ihrem Leben nie etwas anders als populäre Musik gehört haben. Eine Begegnung mit der Welt der klassischen Musik hat also nie stattgefunden.« Für ihn ist Bach das »A und O« der Musik. Sein neues Album »Homage to Bach« ist seinem Lieblingskomponisten gewidmet. Zum einen spielt er Bachs berühmte Chaconne aus der d-Moll Partita für Geige in einer neuen, eigenen Fassung für Klavier. Die zwölfteilige »Homage to Bach« für Solo-Klavier entstand aus Improvisationen in Konzerten über Themen von Bach und auf der Basis seiner Auseinandersetzung mit dem Spätwerk Bachs, vor allen den 14 Kanons Bachs über einige Noten der »Goldberg-Variationen«, dem »Musikalischen Opfer« und der »Kunst der Fuge«. Stadtfelds einleitendes »Präludium« beginnt deshalb in derselben Tonart wie das »Wohltemperierte Klavier«, wohingegen alle anschließenden Stücke um jeweils einen Halbton höher beginnen, so dass das letzte Stück in h steht – ebenfalls wie im »Wohltemperierten Klavier«. Diese Hommage ist eine Entdeckungsreise, die zu Bach hin, von Bach weg und wieder zu ihm zurückführt.
 
 
Martin Stadtfeld | Foto: Marco Borggreve - Sony Classical
Martin Stadtfeld | Foto: Marco Borggreve - Sony Classical

 
 
 
Dienstag, 11.02.2020 | 19.30 Uhr  
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