53. Spielzeit | 2019/2020
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Foto: Joachim Schlote
Operettenseligkeit zum Jahresbeginn
10 Jahre Operettentheater Salzburg
Die Fledermaus
Operette in drei Aufzügen von Johann Strauss (1825–1899)
Libretto von Karl Haffner und Richard Genée auf Grundlage des Vaudevilles »Le Réveillon« von Henri Meilhac und Ludovic Halévy
 
Inszenierung: Lucia Meschwitz
Musikalische Leitung: Katalin Doman/Christian Pollack
Choreographie: Monika Fotescu-Uta
Ausstattung: Andrea Maria Reiser
Solisten, Orchester und Chor des Operettentheaters Salzburg und des Ballettensembles Illo Tempore, Dortmund
 
Uraufführung im Theater an der Wien am 05. April 1874



»Die Fledermaus« ist der Gipfelpunkt der klassischen Operette schlechthin, sehr wienerisch und auch etwas pariserisch, aber vor allem ein Johann Strauss vom ersten bis zum letzten Takt! Ein Kunstwerk höchsten Grades dank der glänzenden, bruchlosen Qualität der Erfindung und Gestaltung. Ein musikalisches Highlight löst das andere ab, ja, es würde ausufern, sie hier alle aufzuzählen. Wer kennt und liebt nicht die freche Adele mit »Mein Herr Marquis« und das weinselige »Brüderlein und Schwesterlein«?


Eigentlich sollte Gabriel von Eisenstein eine Haftstrafe antreten, aber die Verlockungen einer rauschenden Ballnacht sind stärker. Maskerade und Rollentausch voll pikanter Verbrüderungen beherrschen das Fest. Schnell ist die Nacht vorbei und Eisenstein kommt nicht mehr umhin, die gerichtlich angeordnete Auszeit anzutreten. Doch seine Zelle ist bereits besetzt: von ihm selbst! Das inszenierte Revanchespiel einer gekränkten »Fledermaus« ging auf, die Blamage ist perfekt.

2009 mit der Ambition gegründet, die Operette qualitativ in allen Bereichen anzuheben, hat es das Operettentheater Salzburg quasi »aus dem Stand« geschafft, schon mit der ersten Produktion den 2010 letztmalig vergebenen INTHEGA-Musiktheaterpreis zu gewinnen. Mit dem engagierten Produktionsteam wurden inzwischen hunderte begeistert aufgenommene Operettenaufführungen und große Galas (mit Conférence, Solisten, Chor, Ballett und Orchester und szenischem Ambiente) realisiert. Eine hohe inszenatorische, musikalische und stimmliche Qualität, die Spielfreude aller Solisten und des Chores sowie die Ausstattung heben das Operettentheater auf ein Niveau, welches mit sehr guten Stadttheatern vergleichbar ist.
 
 
Foto: Joachim Schlote
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Dienstag, 07.01.2020 | 14.30 Uhr  
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