53. Spielzeit | 2019/2020
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La Compagnie Théâtre Tour de Force
Le Bourgeois gentilhomme
(Der Bürger als Edelmann)
Ballettkomödie von Molière (Jean-Baptiste Poquelin, 1622–1673)
 
Künstlerischer Leiter: Peter Joucla
Produzent: Grantly Marschall (ADG)
 
Uraufführung im Schloss Chambord am 14. Oktober 1670



Der wohlhabende, aber ziemlich einfältige Pariser Geschäftsmann Monsieur Jourdain möchte gern aufsteigen und ein Angehöriger des Adels werden. Um sich als künftiger Edelherr zu bilden, stellt er einen Musiklehrer, einen Tanzlehrer, einen Fechtmeister, einen Philosophen und auch einen Schneider mit seinen Gesellen an. Seine hübsche Tochter Lucile will er zur Marquise machen, indem er versucht, sie mit einem Edelmann zu vermählen, aber Lucile liebt Cléonte, einen gutbürgerlichen Kaufmann, den sie wider den Willen des Vaters heiraten will. Jourdain selbst verliebt sich die elegante Marquise Dorimène und wirbt um sie, indem er sie reichlich beschenkt. Dorante, ein verarmter Edelmann, intrigiert bei diesem Liebeshandel mit der Marquise. Jourdains Ehefrau argwöhnt, dass das adelige Paar ein falsches Spiel mit ihm und seinem Geld treibt. »Le Bourgeois gentilhomme« wird schließlich das Opfer eines raffinierten Familienkomplotts: Cléonte begreift, dass er Lucile nur dann ehelichen kann, wenn es Monsieur erlaubt, und so tritt er nun als Sohn eines hoheitlichen türkischen Gesandten auf, um schließlich die Heirat zu erwirken. In einem festlichen Akt wird Monsieur Jourdain letztendlich der fiktive Titel eines »Mamamouchi« verliehen und eine doppelte Hochzeit gefeiert, denn auch das Kammerfräulein der Lucile hat den rechten Ehemann, den Kammerdiener des Cléonte, gefunden.


Molière, mit bürgerlichem Namen Jean-Baptiste Poquelin, gilt als einer der größten Dramatiker der französischen Klassik. Er hat die Komödie bis heute wie kaum ein anderer geprägt. Ähnlich wie bei Shakespeare sind keine Manuskripte, Briefe oder Tagebücher von ihm erhalten. Auch große Teile seiner Biografie sind mit Fragezeichen versehen. So wird sein Werk häufig nicht nur als Spiegel seiner Zeit, sondern auch seines Wesens interpretiert. Auffällig ist auf jeden Fall, dass das Leben Molières, dessen Komödien ein großartiges Kaleidoskop des Humors darstellen, wenig von Fröhlichkeit geprägt war. Es stand von Beginn an im Zeichen harter Arbeit. Als er am 13. Januar 1622 noch unter Ludwig XIII. in Paris das Licht der Welt erblickt, haben seine Eltern, Jean-Baptiste und Marie Poquelin geborene Cressé mit ihrem erstgeborenen Sohn große Pläne. Wie sein Vater soll er in die königlichen Dienste treten – als »Tapissier du Roi«. Aber Tapeten und Teppiche, Farbe und Wolle interessieren Jean-Baptiste Junior ebenso wenig wie das teure vom Vater finanzierte Jurastudium. Er kehrt der bürgerlichen Welt den Rücken und wendet sich ihr erst wieder in seinen Komödien zu – um sich über sie lustig zu machen.
 
 
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Montag, 11.11.2019 | 19.00 - ca. 20.50 Uhr  
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