52. Spielzeit | 2018/2019
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Euro-Studio Landgraf Titisee-Neustadt
Hexenjagd
(The Crucible)
Schauspiel von Arthur Miller (1915–2005)
 
Inszenierung: Volkmar Kamm
Bühnenbild: Volkmar Kamm/Rolf Spahn
Kostüme: Marie Landgraf
Musikalische Einrichtung: Alexander Kuchinka
mit Iris Boss, Ralf Grobel, Carsten Klemm, Alexander Kuchinka, Christian Meyer, Hannah Prasse, Ines Reinhard, Sophie Schmidt, Wolfgang Seidenberg, Rebecca Selle
 
Uraufführung im Martin Beck Theatre (New York) am 22. Januar 1953
Tourneepremiere im Parktheater Iserlohn am 18. September 2018

»Ich habe eine schreckliche Angst vor Menschen mit zu viel Macht. Ich vertraue den Menschen nicht mehr. Früher dachte ich, dass, wenn Menschen die richtige Idee haben, sie die Dinge auch entsprechend in Bewegung setzen könnten. Heute müssen wir Tag für Tag kämpfen, nur um Schreckliches zu verhindern.«
Arthur Miller

Arthur Millers Stück behandelt mit der Hexenverfolgung des 17. Jahrhunderts in Amerika zwar einen historischen Stoff, die Zusammenhänge zwischen religiösem und politischem Fanatismus werden aber vom Autor bewusst auch auf seine Gegenwart – die Kommunistenhatz des berüchtigten Senators McCarthy – bezogen. Die Überraschung: 65 Jahre nach der Uraufführung ist Hexenjagd thematisch plötzlich wieder das Stück der Stunde. Denn garantierte und selbstverständlich gewordene Rechte und Errungenschaften werden durch Trump/Erdogan/Orbán/Kaczynski als Nachfolger des US-Senators McCarthy und dessen Jagd auf »subversive Elemente« zunehmend außer Kraft gesetzt.


Mit seiner außergewöhnlichen Bühnenwirkung und den messerscharfen Charakterporträts bis in die kleinste Nebenfigur hinein ist Millers Hexenjagd auch heute noch ein Lehrstück über jegliche Art von Massenhysterie und politisch bzw. religiös motivierte Wahnvorstellungen. In »The Crucible« (zu Deutsch ›Schmelztiegel‹, im übertragenen Sinne auch ›Feuerprobe‹) führt Miller exemplarisch vor, wie leicht ein demokratisches System durch Intoleranz, Ignoranz und Fanatismus mit den Mitteln seiner eigenen Ordnungs- und Rechtsdisziplin ausgehebelt werden kann. Zu Recht gehört das Drama immer noch zu den erfolgreichsten und meistgespielten des Autors. An rund zwanzig Bühnen in Groß- und Kleinstädten steht es in den Spielzeiten 2016 bis 2018 auf dem Spielplan – von Staatstheatern (Berliner Ensemble, Burgtheater Wien, Bayerisches Staatsschauspiel München, Staatstheater Dresden, Schauspielhaus Düsseldorf) über Stadttheater (Heidelberg und Koblenz) bis hin zu Freilichtbühnen wie Bad Hersfeld.
 
 
Ines Reinhard, Christian Meyer

Iris Boss, Wolfgang Seidenberg

Carsten Klemm, Hannah Prasse

Hannah Prasse, Ines Reinhard, Rebecca Selle | Fotos: Dietrich Dettmann

 
 
 
Mittwoch, 26.09.2018 | 19.30 - ca. 21.45 Uhr  
Gemischtes Abo A
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Donnerstag, 27.09.2018 | 19.30 - ca. 21.45 Uhr  
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Freitag, 28.09.2018 | 19.30 - ca. 21.45 Uhr  
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Samstag, 29.09.2018 | 19.30 - ca. 21.45 Uhr  
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