53. Spielzeit | 2019/2020
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Grußwort des Theaterleiters
Christian Kreppel am 01. August 2019
Liebe Theater- und Konzertfreunde!

Auch in der 53. Spielzeit sind wir erneut in inhaltlicher Vielfalt und Qualität auf der Suche nach der Faszination, die Theater und Konzerte in unseren Tagen auszustrahlen vermögen. Das Zitat des österreichischen Schriftstellers Hermann Bahr, dem »Meister der Beobachtung (...), der Profilierung und Pointierung« (Helmuth Kiesel in »Kritische Schriften«, Weimar 2004), legt die Latte hoch: »Theater wird erst wirklich, wenn das Publikum innerlich mitspielt.«

Wir wollen Sie also weiterhin im besten Sinne des Wortes mit einem breiten internationalen Angebot unterhalten, das in dem bevorstehenden Theaterherbst von Ensembles aus Dänemark, England, Australien und Taiwan ebenso präsentiert wird wie von deutschsprachigen Bühnen. Lassen Sie sich begeistern – von anspruchsvollem auch in englischer und französischer Sprache realisiertem Sprechtheater, das fordernde brennende Themen abhandelt, aber auch die klassische Literatur nicht vernachlässigt. Boulevardtheater steht ebenso auf dem Programm wie Operette, Oper, Tanz, Zirkus und natürlich Konzerte auf Großstadtniveau.

Gleich vier Tourneepremieren können wir Ihnen für die Wochen bis Ende November ankündigen:

Die Saison eröffnen wir wie gewohnt Ende September mit einem fordernden Thema: Das Euro-Studio Landgraf zeigt den Politthriller »Aus dem Nichts« mit Anna Schäfer in der weiblichen Hauptrolle. Im Jahr 2017 brachte der international renommierte Hamburger Filmemacher Fatih Akin einen Film über rechtsextremistische Morde in Deutschland aus Sicht der Opfer und Hinterbliebenen heraus. Jetzt geht der brandaktuelle Stoff über den Umgang des deutschen Rechtsstaats mit Opfern und Tätern nationalsozialistischer Verbrechen als Bühnenstück auf Tournee – mit der Premiere in unserem Haus!

Ein Wiedersehen mit Charles Brauer und Anna Stieblich gibt es Anfang November bei der Produktion »Heisenberg« des Ernst Deutsch Theaters Hamburg, einem wunderbar melancholischen, modernen Märchen, in dem sich Simon Stephens, einer der erfolgreichsten englischsprachigen Gegenwartsdramatiker, seinen Personen mit viel Verständnis, Neugier, Nachsicht und Zärtlichkeit nähert.

Beim Schweinfurt-Debüt der grandiosen Aakash Odedra Company Mitte Oktober steht die erste Ensemble-Choreographie des vielfach ausgezeichneten britischen Tänzers Aakash Odedra für seine eigene Compagnie auf dem Programm, in dem er sich mit unserem Leben in Krisenzeiten auseinandersetzt. »›#JeSuis‹ ist nicht nur atemberaubender Contemporary Dance, sondern auch ein politisches Statement (...). Was bei dieser Performance ins Mark trifft, ist der unerhörte Durchsetzungswille und die Widerstandskraft gestrandeter Menschen, die verzweifelt danach streben, Gehör zu finden.« (Steve Griffin in »Edinburgh 49«, 2017)

Alle Freunde der Dancefloor Destruction Crew werden Ende November auf ihre Rechnung kommen. Die DDC wurde 1999 in Schweinfurt gegründet und ist heute die wohl bekannteste, erfolgreichste und vielseitigste Breakdance-Gruppe Deutschlands. In »DDC goes CRZY – Die vielleicht ungewöhnlichste Tanzshow der Welt« fließen die Erfahrungen und Erfolge ein und lassen so eine neue Show-Dimension entstehen, noch mutiger, noch überraschender, noch verrückter. CRZY bietet eine faszinierende Mischung aus Break- und Streetdance, mitreißender Artistik und fantastischen Effekten, mit Choreographie, Musik sowie Gesang. Man kann gespannt sein.

Wie gewohnt möchte ich Ihnen persönliche Empfehlungen aussprechen, was mir diesmal bei der anspruchsvollen Dichte des Programms schwerfällt. Ich freue mich natürlich auf eine Fortsetzung der Zusammenarbeit mit dem Staatstheater Augsburg. Wir werden die Ballett-Compagnie erleben, die in Augsburg einen gigantischen Höhenflug erlebt, die sich in immer ausverkauften Vorstellungen äußert. Aus Dortmund beehrt uns diesmal das NRW Juniorballett, das seit einiger Zeit Jahr für Jahr ein Themenballett erarbeitet und auch außerhalb von NRW gefeiert wird. In dieser Saison dürfen wir uns auf eine Bearbeitung von Mozarts »Zauberflöte« freuen.

Selbstverständlich sind die Konzerte der Bamberger Symphoniker – Bayerische Staatsphilharmonie immer ein Muss für jeden Konzertfreund. Unvergessen sind – sicher nicht nur für mich – aus der letzten Spielzeit die konzertante Fledermaus-Aufführung anlässlich des 500. Konzerts in Schweinfurt wie natürlich »Mein Vaterland« unter dem Dirigat des großartigen Chefdirigenten Jakub Hruša.

Ein ganz besonderes Konzerterlebnis erwarte ich am 30. November, wenn Valer Sabadus, einer der besten Countertenöre gemeinsam mit »Spark – die klassische Band« im Programm »Closer to Paradise« auftreten wird.

Die Theaterkasse wird von 6. August bis 6. September geschlossen sein. Selbstverständlich können Sie aber in dieser Zeit weiterhin im Bürgerservice im Rathaus Karten erwerben und auch die Verwaltung wird durchgehend erreichbar sein. Für die bevorstehenden Sommermonate wünsche ich Ihnen schöne, erholsame und kreative Wochen. Auf baldiges Wiedersehen im Theater!

Auf Wiedersehen in Ihrem Theater der Stadt Schweinfurt!

Mit herzlichen Grüßen und besten Wünschen!

Ihr Christian Kreppel | Theaterdirektor
01. August 2019